Dienstag, 20. März 2018

Balkonsicherheit für Kinder

Balkonsicherheit für Kinder
kindersicherer Balkon mit Balkonbespannungen


Das Wichtigste für einen kindersicheren Balkon ist die Balkonumrandung

 
Heutzutage werden Balkone ebenfalls als "Wohnräume" genutzt. Sie dienen als Rückzugsort, aber auch als Spielfläche für Kinder. Damit die Kinder auch da einen sicheren Spielbereich haben sind Eltern gefordert.
Speziell Kleinkinder im Krabbelalter bis etwa zum dritten Lebensjahr erkunden mit viel Energie und Freude Ihre Umwelt - es wird versucht alles zu erreichen. Daher kann ein Balkon doch einige Gefahrenstellen aufweisen. Grundsätzlich sollen sich Kleinkinder nicht unbeaufsichtigt auf dem Balkon aufhalten. Die Balkontüren sollten von innen verschließbar sein, damit Kinder sie nicht alleine öffnen können. Doch es gibt auch da Momente, in den es sich nicht vermeiden lässt. Um für diese Momente vorzusorgen kann man einige Gefahrenstellen beseitigen.
Balkongeländer sollten eine Mindesthöhe von 100cm haben. Weiterhin ist zu beachten, dass die Senkrechtstreben einen maximalen Abstand von 12cm haben, so dass der Kopf nicht stecken bleiben kann. Auch sollten horizontale Streben vermieden werden, damit das Geländer nicht als Klettergerüst genutzt wird und die Kinder herunterfallen können.
Bei Neubauten kann die Sicherheit des Balkons geplant werden. Jedoch in Mietwohnungen heißt es bestehende Balkone zu sichern.

Eine Möglichkeit wäre der Balkonsichtschutz. Die Balkonverkleidung sollte innerhalb des Balkons ordentlich gespannt sein, so dass sich eine straffe und glatte Fläche ergibt. Eine Balkonumrandung schützt somit einerseits vor dem "Durchstecken" des Kopfes und zum anderen vor dem "Erklimmen" des Geländers.
Mit diesem Ratschlag möchten wir Ihnen nur eine Möglichkeit der Absicherung vorstellen. Um eine komplette Gefahrenbeseitigung zu gewährleisten, müssen mehrere Gefahrenquellen abgestellt werden (z.B. sonstige Aufstiegshilfen, wie Stühle oder Kisten beseitigen).


Balkonbespannungen  konfektionieren wir als Kinder-Kletterschutz,  Sichtschutz, Windschutz und Blickschutz auf Maß in unserer hauseigenen Markisen und Outdoor- Stoff  Manufaktur

Link: https://www.rollo-express.de/balkon/balkonumrandung.asp
  •  Balkon kindersicher machen   
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  • Gefährlicher Spielplatz Balkon 

Montag, 22. Januar 2018

- RolloExpress auf der heimtextil messe frankfurt -

heimtextil Campus, Exponate der Hochschule aus Schneeberg


Die Heimtextil ist die größte internationale Messe für Wohntextilien und fand dieses Jahr vom 8. bis 11. Januar 2018 in Frankfurt am Main statt.
Als erste Fachmesse des Jahres ist sie ein Stimmungs- und Trendbarometer für das aktuelle Geschäftsjahr.

Die Sonderschau " Heimtextil Campus präsentierte junges Design von europäischen Nachwuchskreativen. Studierende und Absolventen aus europäischen Designhochschulen stellen sich dem internationalen Messepublikum vor und präsentieren ihre Arbeiten. Die in Kooperation mit der Fakultät für Angewandte Kunst Schneeberg und RolloExpress entstandenen Designs für Rollos und Kissen die im Raum kommunizieren können wurden in der Halle 4.2 auf der Sonderausstellung präsentiert.  Der "Heimtextil Campus" gibt Nachwuchstalenten in Kooperation mit bestofdesign die Möglichkeit sich mit aktuellen Trends auseinander zu setzen und einem breiten Fachpublikum zu präsentieren.

Freitag, 22. Dezember 2017

"Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."


Weihnachten steht vor der Tür und ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Wir möchten dies zum Anlass nehmen, uns für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen und die angenehme Zusammenarbeit zu bedanken. 
 
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien fröhliche und besinnliche Feiertage und für 2018 ein Jahr voller Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. 
 
Ihr Team vom RolloExpress

Freitag, 8. Dezember 2017

Plissees als Kunstobjekte


Viele von uns kennen Plissees als moderne Fensterdekoration. Doch schon in der Vergangenheit wurde das Plissee auch als Grundlage verschiedener künstlerischer Darstellungen genutzt.
Kunst, Plissee, DDR Kunst, RolloExpress, Falstore,
Faltrollos von H. Schulze & C.Schlegel im Albertinum Dresden 2017





 




Künstlerisch sehr interessante Plissees sind zur Zeit in der Ausstellung "Geniale-Dilletanten" im Albertinum Dresden zu sehen. Die Ausstellung zeigt die künstlerische Alternativszene der BRD und DDR der 1980er Jahre, welche damals durch Proteste und Provokationen national und international Aufsehen erregten. Ein prägentes Ereignis dieser Zeit war das Festival "Intermedia I", welches 1985 in Coswig veranstaltet wurde. Es war zu DDR Zeiten das wohl radikalste Experiment und das erste Subkulturfestival, dass über zwei Tage im Klubhaus in Coswig stattfand. Bei dem Festival traten Punkbands auf, es gab eine OFF-Modenschau, 8mm Filmpräsentationen, Performances u.a "Herakles Projekt" sowie auch die Ausstellung von eigens für dieses Festival bemalten, beklebten und beschriebenen Plissee Rollos. Sie dienten dem Festival als Kulisse. 40 DDR-Künstler zeigten auf dem Festival ihre politische Einstellung. Es handelte sich um den repräsentativen Querschnitt der autonome bzw. inoffizielle Kunstszene der DDR. Zu den Künstlern die aus Ostberlin, Dresden, Karl Marx Stadt, Magdeburg, Cottbus und Schwerin stammten gehörten u.a. Paul Böckelmann, Steffen Fischer, Michael Freudenberg, Hubertus Giebe, Klaus Hähner-Springmühl, Andreas Hegewald, Johannes Heisig, Christiane Just, Walter Libuda, Hans Scheuerecker, Christine Schlegel, Wolfgang Smy, Jörg Sonntag, Matthias Stein, und Claus Weidensdorfer.
Das Faltstore wurde als Projektionsfläche gewählt, da es diese in der Mangelwirtschaft der DDR gerade gab und sie sehr preiswert waren. "Der große Vorteil des Plissees gegenüber einem Keilrahmen bestand darin, dass man es sehr gut transportieren konnte" - sagte Christine Schlegel in einem Video was in der Ausstellung zu sehen ist. Sie ist auch mit dem von Ihrem gestalteten Plissee in Dresden vertreten. Christoph Tannert (Kurator) sagte zu den Plissees: "Der Ballsaal in Coswig hat eine umlaufende Balustrade.  da muss man von oben was abhängen. Dafür bot sich ein Material an, das leicht transportabel war, einfach befestigt werden konnte und sich bemalen ließ. Faltrollos aus festem Papier sind ideal dafür geeignet. Die Künstler, die wir im Auge hatten für die Bemalung, übrigens aus zwei Generationen, waren sofort Feuer und Flamme."
Als Entdecker der Kunst auf Plissees gilt Dieter Ladewig aus Magdeburg. Er erprobte in den frühen 1980er Jahren mit Malereien auf Faltrollos die Abkehr von der Leinwand. In Kombination mit seinen Malereien auf Papierfaltrollos werden ganze Installationen geschaffen, so etwa in der Ausstellung  „Vorgänge I“ mit dem Projekt „Desastres de la Guerra“ 1984 in Magdeburg und 1986 in Leipzig bei der Galerie Eigen+Art 

Ullrich Wallenburg: In der DDR Kunst gab es nur selten auffallende Ereignisse, die man als Phänomene hätte betrachten können. „das Rollo als aufrollender Vorhang, als Sinnbild, die Abschottung nach außen, den Vorhang aus Eisen, in Gedanken aufzuheben, ihn einzubeziehen, um weiter zu schauen, Blicke zu richten und Schritte zu lenken. Bilder auf Faltungen als mobile Elemente innovativer Ausbrüche  wider die Statik erwünschter Kunstübungen, mit der Sehnsucht, sie hinwegzutragen über die heruntergelassenen Vorhänge, die Grenze heißen.“

Jörg Sperling: „Faltrollomalerei – das war im Ansatz erstmal das Zugehen des Malers mit Pinsel und Impetus auf die geometrisch strukturierte Fläche, die ganz einfach – mit Hilfe der angebrachten Schnur zum Verschwinden gebracht werden konnte. Da hing zwischen Verschwinden und Auftauchen schon was Immaterielles in der Luft. Das preiswerte Material hatte eine niedrige Hemmschwelle zu Folge. Malerei wurde frei von üblichen Bildbehandlungszwängen.“

Reinhild Tetzlaff: „Die Rollo-Kunst entstand aus dem Drang des schnellen Reagieren-Müssens, auf leicht zu verschleißndem Material – eine parabel in doppelter Bedeutung: Schwierigkeiten mit dem Material, Schwierigkeiten mit der Repräsentanz. Die Rollo-Kunst brachte die konsequenteste Alternative zur allzuoft überkünstelten Traditionsverpflichtung. Ich denke, bei der Rollo-Malerei, bei der Bildträger das einfache verschleißbare Faltrollo ist, das seinerzeit noch 4,10 Mark kostete, liegt ein zutiefst gesellschaftlich-moralischer Aspekt zugrunde, der ein Zeitzeugnis existentieller Grundhaltungsmotive einer sih eruptiv-emotional äußernden Menschlichkeit widerspiegelt.

Rainer Zille:  „Rollo-Fenster-Kunst“  (WTOPA-OKHO-UCKYCCTBO) Das Unbegreifliche der Zeit liegt ihrer Unfaßbarkeit – ihrer Größe im Auslöschen fast alles Dinge. Alle Kunstbemühungen seit der Spätklassik sind Teil einer riesigen Spirale, welche die Zeit beliebig zusammendrückt und somit einiges verschwinden und in dessen Folge anderes zu Tage treten läßt. Also ist es Zeit die Fenster-Rollo-Art zu begründen. Das Rollo gehört zum Fenster; sein edelster Sinn besteht in der Abschirmung, der Abgrenzung und der Verhüllung! Die Zeit fordert nun endlich ihren ihr gemäßen künstlerischen Ausdruck“

Sigrid Noak: Die Faltung des Faltrollos steigert durch Brechen des Lichtes flächige Gestaltungen. Sie erzeugen vibrirende Lebendigkeit und erweitert die Malerei zum Relief. Das behutsame Öffenen und Schließen der Jalousie ergibt eine Vielfalt von anderen möglichen Kompositionen. 

 
Plakat zur Intermedia 1985 in Coswig
Ausstellungen mit Faltrollos:
29.01.1984 „Vorgänge“ Magdeburg Installation von bemalten Faltrollos
Clara Mosch Galerie Karl Marx Stadt 1985
INTERMEDIA I in  Coswig, 1.-2.6. 1985
Dieter Ladewig EIGEN + ART Leipzig 21.03.1986
Potsdam Nicolai Kirche
„Berlin atonal“
„acht MAL“ Dresden 1987
bemalte Faltrollos, 1987 in der Schlosskirche in Cottbus,  von 15 Künstlern aus der DDR
Rolloausstellungen, Bemalte Rollos, 1989 fand dann in der Galerie Haus 23 statt.
New Territory: Art from East Germany“ Museum of Fine Art Bosten
"Boheme und Diktatur in der DDR" 1997 im Deutschen Historischen Museum in Berlin
"Geniale-Dilletanten" im Albertinum Dresden 2017




Mittwoch, 29. November 2017

Vorhang auf! mit RolloExpress


Mit Jalousien auf den Brettern, die die Welt bedeuten.
Alu-Jalousien, RolloExpress, Hochschule für Musik und Theater Hamburg
KIEZ-STÜRMER 2017


Seit 2005 inszenieren die Regiestudenten der Theaterakademie einmal im Jahr im altehrwürdigen St. Pauli Theater auf dem Spielbudenplatz in Hamburg ein Theaterstück und sammeln so wertvolle Erfahrungen für ihre Zukunft. Der Regienachwuchs präsentiert hier seine Ideen im „echten Betrieb" auf einer großen Bühne.
Bei der diesjährigen Aufführung unter dem Motto: "Kiezstürmer 2017 - Don Giovanni nachts um halb eins" (ein Stück nach Mozarts „Don Giovanni") konnte sich RolloExpress einbringen und die Jalousien für die Bühnendekoration liefern. Für die Inszenierung zeichnete sich Malina Raßfeld für das Bühnenbild aus und hat einen Vorhang aus Alu-Jalousien entworfen, der den Zuschauerraum und den Bühnenraum voneinander trennt. Auf diese Weise möchte sie das Portal wie ein riesiges Fenster behandeln, durch dessen Jalousien man die blinkenden Lichter der Reeperbahn erahnen kann. Die über 50m² Bühnendekoration bestand aus über 20 Maßjalousien. Das Stück spielt mit dem Genres, benutzt mutig die literarische Vorlage und ist sich durchaus nicht zu schade auch alte bekannte Stilmittel aufzugreifen und weiter zu entwickeln, immer auf der Suche nach neuen Formen von intelligenter Unterhaltung.
Das Studienprojekt der jungen Talente, sowie spätere Absolventen einer der renommiertesten Ausbildungsstätten für Sprech- und Musiktheater in Deutschland, wurde vom 21.-22. Oktober 2017 im St. Pauli Theater, dem ältesten Privattheater der Stadt, aufgeführt. Als eines der drei Studiendekanate der Hochschule für Musik und Theater Hamburg ist die Theaterakademie Hamburg mit ihrem Studiengang Regie Schauspiel eine feste Größe in der Theaterlandschaft – das Studium hier gilt als eines der renommiertesten in der Bundesrepublik. Direktorin der Akademie ist Prof. Sabina Dhein, ehemals künstlerische Betriebsdirektorin des Thalia Theaters und Kuratorin der Hamburger Lessingtage.

Junge Regisseure am St. Pauli Theater mit hohem Witzfaktor
Das Kiezstürmer-Stück fand großen Anklang beim Publikum. Das lag nicht zuletzt daran, dass die Produktion von Alicia Geugelin ein tolles Ensemble dabei hatte. Der österreichische Wirt der Bar „Don Giovanni“ empfängt auf der Reeperbahn die unglücklichen Liebespaare frei nach Mozart und versucht sie mit einigen Drinks und guten Ratschlägen zu trösten. Wenn einer von ihnen zum Schluss bekennt „Ups, I did it again“, müssen schließlich alle anderen schuldbewusst einfallen. „I am not that innocent“. Dieser gekonnte Mix aus Sprechtheater, Klassikhits und Popsongs wirft ein neues zeitgemäßen Blick auf Don Giovanni, der ihn mit Witz in leicht verdauliche Einzelteile zerlegt. Besonders die drei Frauenfiguren sind für die Kürze des Stückes gekonnt gezeichnet: als reifere emanzipierte Frau, als junge Verführerin und als zärtlich Liebende. Die Männerfiguren sind eher als wandelnde Klischees mit Witzfaktor konzipiert. Insgesamt ein amüsanter Entwurf von Geugelin und ein lohnender Abend der Kiezstürmer. (Birgit Schmalmack vom 24.10.17)
Libretto: Lorenzo Da Ponte Übersetzungen: Georg Schünemann, Sabrina Zwach Fassung: Alicia Geugelin Regie: Alicia Geugelin Dramaturgie: Elise Schobeß Bühne: Malina Raßfeld Kostüme: Anna Pelz
Mit: Marina Ber, Laurence Khadiljan, Harry Lampl, Sophie M. Reuter, Marie-Sophie Richter, Marius Rothe